Irgendwo auf der Welt. Pia Davila, Sopran / Linda Leine, Klavier

 


(c) Arturs Kondrats

Das Programm „Irgendwo auf der Welt“ präsentiert verfemte Musik – aber nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit viel Humor – denn viele der Komponist:innen haben humorvolle Lieder über Tiere, Menschen, Begebenheiten geschrieben. Pia Davila und Linda Leine wünschen sich mehr Aufmerksamkeit für dieses Repertoire. Lieder von u.a. Georg Kreisler, Ilse Weber oder Erich Zeisl machen neugierig darauf, die fröhliche Seite dieser Komponist:innen kennenzulernen.

Programm

zwitschern
Erich Zeisl / 1905-1959   „Vor meinem Fenster“ (Holz) 1936
Arnold Schönberg / 1874-1951  „Im Fliederbusch ein Vöglein saß“ (Reinick) 1895
Erich Zeisl    „Die fünf Hühnerchen“ (Blüthgen) 1932
Georg Kreisler / 1922-2011  Sonate für Klavier. 2. Satz – Waltz, graceful, but not too fast 1952
„Frühlingslied“ (Tauben vergiften) (Kreisler) 1956

rinnen
Erich Zeisl   „So regnet es sich langsam ein“ (Flaischlen) 1927
„Ein Regentag“ aus: November, 8 Stücke für Klavier
Ilse Weber / 1903-1944   „Und der Regen rinnt“
Georg Kreisler   „Zufall auf den Wiesen“ (Kreisler) 1965

schnurren
Arnold Schönberg   „Der genügsame Liebhaber“ (Salus) 1901
Othmar Schoeck / 1886-1957  „Warum leckst Du dein Mäulchen?“ (Goethe) 1906
Rudi Stephan / 1887-1915  „Pantherlied“
Mischa Spoliansky / 1898-1985  „Ich bin ein Vamp!“ (Schiffer, Herczeg, Klein) 1933

Pause

ruhen
Erich Zeisl  „Der Schäfer“ (Goethe) 1936
„The Lonely Shepherd“ 1944
Ilse Weber  „Wiegala“ (Weber) (42-44)

trösten
Oskar Fried / 1871-1941  „So sprach ein Weib voll Schüchternheit“ (Nietzsche) 1903
Erich Zeisl  Kater (Heymel) 1931
Stefan Wolpe / 1902-1972  „Ansprache einer Bardame“ (Kästner) 1929

hoffen
Werner Richard Heymann / 1896-1961  Irgendwo auf der Welt (Heymann / Gilbert) 1932

Über die KünstlerInnen

Pianistin Linda Leine und Sopranistin Pia Davila arbeiten seit Herbst 2014 stetig zusammen. Beginn dieser spannenden Reise war der Wettbewerb „Schubert und die Moderne“ 2015 in Graz, wo das Duo den dritten Preis erhielt. Seitdem musiziert es deutschlandweit, in der Schweiz und in Österreich. In Schwerin gewannen die Musikerinnen 2016 den ersten Preis beim Wettbewerb der Verfemten Musik – für
die beiden der gemeinsame Anfang der Arbeit mit Musik verfemter KomponistInnen. Seitdem haben sich Linda Leine und Pia Davila ein breites Repertoire erarbeitet, dessen Herzensstücke nun auf der CD zu hören sind.
Warum sich die Musikerinnen besonders diesem Thema widmen, hat verschiedene Gründe. Neben der fantastischen musikalischen Qualität, über die die oft viel zu unbekannten Werke und Texte verfügen, ist es den beiden Künstlerinnen wichtig, mit ihrem Beruf einen sozialen Beitrag zu leisten. Während Linda Leine die Geschichten ihrer eigenen, jüdischen Familie väterlicherseits erfahren hat – ihr Großvater war in mehreren deutschen Konzentrationslagern interniert und überlebte den Holocaust –, ist Pia Davila die Pflege des
Erinnerns für ein demokratisches und friedliches Leben in der Zukunft ein wichtiges Anliegen. So war sie jahrelang Mitglied des „Freundeskreises KZ-Gedenkstätte Neuengamme e.V.“ und ihr Einsatz im Rahmen des GasthörerInnen-Programms für Geflüchtete der Hochschule für Musik und Theater Hamburg wurde mit der Einladung zum Neujahrsempfang 2019 beim Bundespräsidenten auf Schloss Bellevue honoriert.
Pia Davila setzt sich neben dem klassischen Repertoire für neue Musik und moderne Musiktheaterformen ebenso für selten aufgeführtes Repertoire ein. Innerhalb kürzester Zeit konnte sie sich für wichtige Produktionen u.a. an der Deutschen Oper Berlin, der National Oper Amsterdam, der Staatsoper Hamburg oder der Philharmonie in Paris profilieren. Neben Auftritten an renommierten deutschen Theatern arbeitet sie regelmäßig mit der LauttenCompagney Berlin und der Kammerphilharmonie Bremen zusammen.
>>> www.piadavila.com
Linda Leine ist als Solistin, Kammermusikerin und Liedbegleiterin in ganz Europa erfolgreich und widmet sich neben einem umfangreichen klassischen Repertoire gerne zeitgenössischer, moderner Musik. Sie spielte für diverse Rundfunk-Aufnahmen und gewann u.a. den Steinway Förderpreis. Linda Leine war Stipendiatin der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Ad Infinitum Foundation und der Claussen-Simon-Stiftung. Mit Klarinettistin Anna Gāgane und Cellist Kristaps Bergs konzertiert sie regelmäßig als Trio Fabel.
>>> www.lindaleine.com

Tickets

VVK: 18 Euro/erm. 10 Euro zzgl. Kassengebühren
Konzertkasse Gerdes / 040 – 44 02 98 / Alle Vorverkaufsstellen
Abendkasse: 20 Euro/erm. 12 Euro
Ermäßigung hat ihre Gültigkeit für Studenten und Menschen mit Behinderungen und Sozialhilfeempfänger unter Vorlage des entsprechenden Nachweises.
Reservierung:
per E-Mail info@tsaal.de