„Lieb Nachtigall, wach auf“ – so beginnt ein bekanntes Weihnachtslied. Die Nachtigall, die im Zentrum des diesjährigen Salons steht, ist dabei mehr als nur ein Vogel: Sie verweist auf das Evangelium selbst, das – wie die von Jesaja verheißene entsprungene Ros’ – zum Erlöser Christus hinführt.
Doch Nachtigall und Rose begegnen uns nicht nur in der christlichen Symbolik. Ihr poetischer Zusammenhang entstammt dem alten Persien und hat von dort aus die Welt erobert. In Dichtung und Musik klingt dieses Motiv bis heute nach – bei Hafis, Theodor Storm und Oscar Wilde ebenso wie in den Werken von Franz Schubert, Philipp Heinrich Erlebach und Nikolai Rimski-Korsakow. Sie alle ließen sich von der innigen Verbindung aus Klang, Natur und Symbolik inspirieren.
An diesem Abend laden Julia Sukmanova (Sopran), Elena Sukmanova (Klavier) und Niels Graf von Waldersee (Wort) zu einer poetisch-musikalischen Wanderung ein. Gemeinsam folgen sie den Spuren der großen Sangeskunst des kleinen Vogels und der zeitlosen Schönheit der Rose.

Programm

Frédéric Chopin / 1810-1849    „Nocturne“ op. 15, Nr. 2
Clara Schumann / 1819-1896   „Liebeszauber“
Ludwig van Beethoven / 1770- 1827   „Der Gesang der Nachtigall“
Felix Mendelssohn- Bartholdy /1809-1847   „An die Entfernte“
Nikolai Rimski-Korsakow /1944-1908    op. 4, 2-4
„Die Nachtigall und die Rose“
„Das Wiegenlied“
„Aus meinen Tränen wuchsen die duftige Blumen…“
Franz Fanta / 1887-1897   „Die Nachtigall“
Alban Berg /1885-1935     „Die Nachtigall“
Leonhard Selle / 1816-1884   „Die Nachtigall“
Johannes Brahms /1833-1897   „Die Nachtigall“, op. 97
Edvard Grieg /1843-1907  
„Die verschwiegene Nachtigall“
„Zur Rosenzeit“
Robert Fischhof /1856-1918    “Nachtigall auf dem Hollundertrieb“

Über die Künstler/-innen

Die Preisträgerin des ARD-Wettbewerbes, deutsche Sopranistin Julia Sukmanova, ist Absolventin des N.A. Rimsky-Korsakov Konservatoriums in St. Petersburg. Als Konzertpianistin und Kammermusikerin führte sie in Freiburg (Breisgau) bei Prof. Markus Goritzki das Gesangstudium fort. Gesangspädagoginnen und Sängerinnen wie Montserrat Caballé, KS. Brigitte Fassbaender und Margreet Honig haben sie maßgeblich beeinflusst. Mit breitem Repertoire ist Julia Sukmanova regelmäßiger Gast auf den Lied- und Konzertpodien und hat sich als Liedinterpretin einen Namen gemacht.

Die Pianistin Elena Sukmanova ist eine gefragte Liedbegleiterinnen. Sie ist Absolventin des N.A. Rimsky-Korsakov-Konservatoriums in St.Petersburg und Preisträgerin internationaler Wettbewerbe. Die Künstlerin lebt mit ihrer Familie in Hamburg und unterrichtet am Johannes-Brahms-Konservatorium.

Den musikalischen Gesprächsfaden des Musiksalons hält Dr. Niels Graf von Waldersee. Geboren in Schleswig-Holstein, studierte er in Paris und Hamburg Medizin. Er arbeitete in einer Hamburger Praxis als Arzt für HNO-Heilkunde und ist außerdem Facharzt für Stimme, Sprache und für kindliche Hörstörungen. Im Jahre 1984 produzierte er als Student eine CD mit Liedern von Mozart, Strauss und Wolf mit Arleen Auger und Irwin Gage bei CBS. 2008 veröffentlichte er seine umfangreiche Arbeit „Ach ich fühl’s. Gewalt und die hohe Stimme“ bei dem Kulturverlag Kadmos. Darin geht es um die bis dahin so gut wie noch nie beachtete Diagnose des nicht vollzogenen Stimmbruchs der Frau. Waldersees Hauptinteressen gelten, wie auch in seinem Buch, den Zusammenhängen zwischen sozialpolitischer Prägung und Bildung, der Kunst, menschlicher Stimme und der Medizin.

Tickets

VVK: 18 Euro/erm. 10 Euro zzgl. Kassengebühren
Konzertkasse Gerdes / 040 – 44 02 98 / Alle Vorverkaufsstellen
Abendkasse: 20 Euro/erm. 12 Euro
Ermäßigung hat ihre Gültigkeit für Studenten und Menschen mit Behinderungen und Sozialhilfeempfänger unter Vorlage des entsprechenden Nachweises.

Reservierung:
per E-Mail info@tsaal.de