Ein Heiliger im sowjetischen Kino (Vortrag mit Musik). Zum 800. Jubiläum des russischen Fürsten Alexander Newski (1221-1263)

Schön wie Joseph in Ägypten, stark wie der unbezwingbare Samson und weise wie König Salomo – kurzum „die Sonne unter allen Lichtern“. So beschreibt eine Vita aus dem 13. Jhd. Alexander Newski. Die Verehrung des russischen Fürsten als Held und Heiliger währt bis heute. Doch hatte sie nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen.

Noch im Jahr 1922 hatten Bolschewisten die Gebeine des Heiligen exhumiert. Sie suchten vergeblich nach Beweisen für einen „jahrhundertelangen Volksverrat“ der russisch-orthodoxen Kirche. Kurz vor Ausbruch des 2. Weltkriegs traten solche Fragen in den Hintergrund. Die nationale Verteidigung erforderte eine vollkommene Solidarisierung des Volkes und damit auch die Rehabilitierung einiger verfemter historischer Figuren. Sergei Eisensteins Filmepos „Alexander Newski“ von 1938 war der Beginn eines weitreichenden und folgenreichen kulturgeschichtlichen Comebacks. Und der geniale Komponist Sergei Prokofjew setzte diesen wirkungsgewaltig in Klang um.

Aus Anlass des diesjährigen 800. Jubiläums Alexander Newskis (und 130. Jubiläums Sergei Prokofjews) beleuchtet die Musikwissenschaftlerin Darja Vorrat in ihrem Vortrag Eisensteins und Prokofjews Meisterwerk vor dem Hintergrund der hagiographischen Überlieferung zum heiligen Fürsten Alexander Newski. Der Vortrag wird ergänzt durch musikalische Beiträge von Julia Sukmanova (Sopran), Elena Sukmanova (Klavier) und Daria Podushko (Klavier).

Eintritt frei. Um Spenden wird gebeten.

Die obligatorische Anmeldung erfolgt über info@tsaal.de

Konzertbesuch in Zeiten der Corona
Aufgrund der Beschlüsse des Hamburger Senats dürfen Personen ein Konzert in geschlossenen Räumen besuchen, die mindestens eines der folgenden Dokumente vorweisen können:
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• Coronavirus-Impfnachweis (mindestens 14 Tage nach der letzten erforderlichen Einzelimpfung)
• Nachweis über Genesung (z.B. ein positiver PCR-Test, der nicht jünger als 28 Tage und
nicht älter als sechs Monate ist)
Während des gesamten Aufenthalts im Tschaikowsky-Saal gilt die Maskenpflicht.