Eröffnung der Ausstellung "Die Bibel lesend". Malerei von Lydia Schulgina

Das Lebenswerk der Grafikerin, Malerin und Bildhauerin Lydia Schulgina (1957–2000) erntet seit vielen Jahren das Interesse des internationalen Publikums. Ihre Werke befassen sich in einer formal einzigartigen Weise mit Themen der Religion wie des modernen Lebens und wagen den Versuch, beide Themenbereiche zu vereinen. Die Ausstellung zeigt Gemälde der Künstlerin, die biblischen Motiven gewidmet sind.

Einführung in das Werk von Lydia Schulgina durch Germanistin Ljudmila de Witt und Autorin Sibylle Hallberg · Vorführung eines Films über Lydia Schulgina · Musikalische Umrahmung durch Geigerin Jana Mishenina · Der Künstler Nikolai Estis ist anwesend.

Lydia Schulgina wurde 1957 in Moskau geboren. 1979 schloss sie die Moskauer Kunsthochschule ab. Schon während des Studiums erlangte sie Bekanntheit als Kinderbuchillustratorin; über 30 Bücher mit ihren Illustrationen sind in Deutschland, Russland, Polen, Tschechien, Finnland, Italien und Japan erschienen. 1992 wurde eines der von ihr illustrierten Bücher in Moskau als »Bestes Buch des Jahres« ausgezeichnet.
1996 siedelte Lydia Schulgina nach Deutschland über. Neben der Buchillustration widmete sich Lydia Schulgina zunehmend der freien Grafik, der Malerei und der Bildhauerei; sie gestaltete Skulpturen aus Zeitungspapier, die ihr Anerkennung und zahlreiche Preise einbrachten. So erhielt sie 1999 im Bamberger Dom den Preis des Landkreises Bamberg für ihre Skulptur »Kreuztragung«. Ihre Werke wurden auf über hundert Ausstellungen auf der ganzen der Welt gezeigt. Im Jahre 2000 schuf die Künstlerin als Auftragsarbeit für das Altonaer Museum (Hamburg) ihre letzte Skulptur »Engel«. Am 27.12.2000 verstarb Lydia Schulgina in Pinneberg.
Schulginas Kinderbücher werden in Russland wiederaufgelegt, ihre Arbeiten werden weltweit ausgestellt und in Druckmedien präsentiert. Werke der Künstlerin befinden sich in zahlreichen Museen und Sammlungen der Welt, darunter in der der Tretjakow-Galerie und im National Centre for Contemporary Arts (NCCA) in Moskau, im Russischen Museum in St. Petersburg und im Altonaer Museum in Hamburg. 2018 wurde ein preisgekrönter Dokumentarfilm über das Leben und Wirken der Künstlerin gedreht.

Freier Eintritt