{"id":9224,"date":"2018-03-25T12:34:05","date_gmt":"2018-03-25T08:34:05","guid":{"rendered":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/?p=9224"},"modified":"2018-05-03T20:15:28","modified_gmt":"2018-05-03T16:15:28","slug":"russkiy-12-04-2018-5-05-2018-p-i-chaykovskiy-i-germaniya-vyistavka-iz-kollektsiy-gosudarstvennogo-doma-muzeya-p-i-chaykovskogo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/russkiy-12-04-2018-5-05-2018-p-i-chaykovskiy-i-germaniya-vyistavka-iz-kollektsiy-gosudarstvennogo-doma-muzeya-p-i-chaykovskogo\/","title":{"rendered":"12.04.2018-5.05.2018. P.I. Tschaikowsky und DEUTSCHLAND  Ausstellung. Aus den Sammlungen des Staatlichen Tschaikowsky\u2013 Museums"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-9225 alignleft\" src=\"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Plakat-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Plakat-212x300.jpg 212w, https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Plakat-768x1087.jpg 768w, https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2018\/03\/Plakat-723x1024.jpg 723w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/p>\n<p>Im Rahmen des IV Internationalen Festivals \u201eTschaikowsky-Tage\u201c findet im Tschaikowsky-Saal die Poster-Ausstellung des Staatlichen Tschaikowsky-Museums der Stadt Klin (Russland) statt. Die Ausstellung mit dem Titel \u201eTschaikowsky und Deutschland\u201c ist chronologisch aufgebaut. Sie beinhaltet die Materialien aus der Sammlung des Museums, unter anderem aus dem pers\u00f6nlichem Nachlass des Komponisten.<\/p>\n<p>Der Standort Deutschland und die deutsche Kultur haben in vielerlei\u00a0 Hinsicht das Leben und das Lebenswerk von Pjotr Iljitsch Tschaikowsky bestimmt, einen durch und durch russischen Komponisten, dem aber Fjodor Dostojewski eine \u201eWeltoffenheit\u201c zugesprochen hatte. Der genealogische Baum von Tschaikowsky beinhaltet diverse Linien der deutschst\u00e4mmigen Familien, deren Vertreter im Dienste Russlands seit dem18. Jahrhundert gestanden haben: Assier (Acier), Kaiser, Schobert, Littke, Behrens und anderer. Anfang des 21. Jahrhunderts stellten die Forscher fest, dass der Urgro\u00dfvater von P.I.Tschaikowsky m\u00fctterlicherseits ber\u00fchmter k\u00fcnstlerischer Leiter und Modelliermeister der Meissner Porzellanmanufaktur \u2013 Michel Victor Acier war, in Versailles geborener Franzose, unter anderem ein Sch\u00fcler von Etienne-Maurice Falconet, den man als Autor des Peter- des Gro\u00dfen -Denkmals in Sankt-Petersburg kennt.<\/p>\n<p>Fast sein ganzes Berufsleben verbrachte M. V. Acier in Sachsen, wo er in Mei\u00dfen auf einer Porzellanmanufaktur gearbeitet hat. Maria Christina Eleonora Wittig wurde zu seiner Frau nach der Trauung in der Dresdner Kathedrale. Im Jahr 1778 wurde bei dem Ehepaar das f\u00fcnfte Kind geboren \u2013 Michael Heinrich Maximilian Acier, der in 1795, im Alter von 17 Jahren nach Russland kam, wo er sp\u00e4ter die russische Staatsangeh\u00f6rigkeit angenommen hat. In Russland wurde er Andrej Michajlowitsch Assier genannt. In Russland hat er die Tochter eines orthodoxen Geistlichen geheiratet und wurde Gro\u00dfvater des ber\u00fchmten russischen Komponisten P. I. Tschaikowsky.<\/p>\n<p>Seit 1844 hat die in Montb\u00e9liard, einer Stadt an der Grenze zwischen Deutschland und Frankreich, geborene Fanny D\u00fcrbach bei der Familie Tschaikowsky in Votkinsk als Hauslehrerin gearbeitet und den Kindern die deutsche Sprache beigebracht. Sp\u00e4ter \u00fcbersetzte der Komponist ziemlich viel aus dem Deutschen, und zwar Texte von H. Heyne, N. Lenau, J. Eichendorf, F. Bodenstedt und den anderen.<\/p>\n<p>Die Musikausbildung und die Geheimnisse der Kompositionstechnik bekam Tschaikowsky in den jungen Jahren von den deutschen Musikern, die in Russland gearbeitet haben und Musikunterricht erteilten. Zwei erste russische Konservatorien,\u00a0 in Moskau und Sankt-Petersburg, sind \u00fcbrigens von Anton und Nikolaj Rubinstein gegr\u00fcndet worden, den Sch\u00fclern des ber\u00fchmten Musiktheoretikers Siegfried Dehn.<\/p>\n<p>Mit vielen deutschen Musikern, die eingeladen waren am Moskauer Konservatorium zu unterrichten, pflegte Tschaikowsky sein ganzes Leben freundschaftliche und sch\u00f6pferische Beziehungen. Vielen von ihnen, z. B. W. Fitzenhagen, K. Klindworth, P. Passt u.a., widmete er seine Werke.<\/p>\n<p>Zum ersten Mal weilte P. Tschaikowsky in Deutschland im Jahr 1861 noch als Beamter des Justizministeriums. Sp\u00e4ter, im Laufe der n\u00e4chsten Jahre besuchte er mehrere deutsche St\u00e4dte, lernte die Sehensw\u00fcrdigkeiten kennen, ging in Theater und Konzerte.<\/p>\n<p>Gerade in Deutschland, fr\u00fcher als in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern sind seine Werke nicht nur aufgef\u00fchrt, sondern auch verlegt worden. In Deutschland begann auch aktive Gast\u00e4tigkeit von Tschaikowsky \u2013 Dirigent. Mit gro\u00dfem Erfolg stand er auf der B\u00fchne mit bekannten Orchestern.<\/p>\n<p>Schon in seiner Jugend studierte Tschaikowsky die Werke der deutschen Schriftsteller, Dichter, Wissenschaftler und Philosophen wie F. Schiller, J. W. Goethe, H. Heyne, G. E. Lessing, A. Schopenhauer, H. Helmholtz , \u00fcbersetzte f\u00fcr die Zeitschrift \u201eGrazhdanin\u201c einige Kapitel aus dem Buch von A. Teyter \u00fcber Beethoven und setzte sich mit dem Buch vom L. Noll \u201eBeethoven. Sein Leben und Seine Werke\u201c auseinander. Einen gro\u00dfen Einfluss auf Tschaikowsky hatten mehr oder minder die deutschen Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts. In seiner Bibliothek wurden die Werke von J.S. Bach, L. van Beethoven, R. Wagner, K. Weber, F. Mendelsohn, R. Schumann und vielen anderen aufbewahrt. Die Musik von seinem Zeitgenossen J. Brahms studierte und kannte Tschaikowsky sehr gut.<\/p>\n<p>In Januar 1892 wurde Tschaikowsky als Dirigent der europ\u00e4ischen Urauff\u00fchrung seiner Oper \u201eEugen Onegin\u201c nach Hamburg eingeladen, die zur seinem Besuch der junge Kapellenmeister des Hamburger Theaters Gustav Mahler vorbereitet hatte. Es hat sich so ergeben, dass ausgerechnet Mahler die Urauff\u00fchrung dieser Oper dirigierte, und ein Jahr sp\u00e4ter ebenfalls in Hamburg in Anwesenheit des\u00a0 Autors \u2013 die Oper \u201eJolanthe\u201c.<\/p>\n<p>Der Standort Deutschland spielt eine besondere Rolle im Schicksal von Hinterlassenschaft Tschaikowskys im 20. Jahrhundert. So, im Jahr 1902 fand in der Stadt Bad Pyrmont unter der Leitung vom Hugo Riemann ein Tschaikowsky &#8211; Gedenkfest statt. Dabei wurden Konzerte veranstaltet, Vortr\u00e4ge, Berichte gehalten und die Oper \u201eJolanthe\u201c aufgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die zusammengefassten Materialien dieser Festtage sind die erste gro\u00dfe Lieferung f\u00fcr das Tschaikowsky Museum in Klin geworden, die russische Presse hat diese \u201ePyrmonter Beitrag\u201c genannt. Bemerkenswert, dass der Erl\u00f6s von Konzerten aus Tschaikowsky Werken zu Gunsten des Fonds f\u00fcr die Denkmalerstellung f\u00fcr den ber\u00fchmten deutschen Komponisten A. Lortzing eingegangen war.<\/p>\n<p>Nach dem Zweiten Weltkrieg gr\u00fcndete Frau Luisa von Westernhagen in Hamburg einen Tschaikowsky \u2013 Verein, der sich mit der Organisation der dem russischen Komponisten gewidmeten Ausstellungen und Konzerte besch\u00e4ftigt hatte. L. von Westernhagen \u00fcbersetzte die Texte von Tschaikowskys Romanzen, verlegte sie und eine ganze Reihe der Fotoportraits. Sie hat die R\u00fcckkehr von vielen Dokumenten und Materialien nach Russland, ins Kliner Museum erm\u00f6glicht. Sie besuchte Moskau und Klin w\u00e4hrend der Tschaikowskys Musikwettbewerbe, denen sie beiwohnte.<\/p>\n<p>Das Werk von L. von Westernhagen wurde durch ihren Sch\u00fcler Prof. T.Kohlhase fortgesetzt, auf deren Initiative im Jahr 1993 in T\u00fcbingen eine Tschaikowsky \u2013 Gesellschaft gegr\u00fcndet worden war. Sp\u00e4ter ist die sch\u00f6pferische Zusammenarbeit der Gesellschaft mit dem \u00e4ltesten deutschen Verlag \u201eSchott\u201c zustande gekommen: j\u00e4hrliche Ausgabe mit neuen Forschungsarbeiten \u00fcber Tschaikowskys Leben und Lebenswerk, und die Herausgabe von B\u00fcchern \u00fcber die musikalische Grundlagenforschung. Die Mitglieder der Gesellschaft haben mit dem Verlegen der B\u00fccher \u00fcber die deutschen St\u00e4dte, die Tschaikowsky besucht hatte, angefangen. Die Jahresversammlungen der Gesellschaft finden in den St\u00e4dten statt, die mit dem Namen des gro\u00dfen russischen Komponisten verbunden sind.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Eintritt frei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des IV Internationalen Festivals \u201eTschaikowsky-Tage\u201c findet im Tschaikowsky-Saal die Poster-Ausstellung des Staatlichen Tschaikowsky-Museums der Stadt Klin (Russland) statt. Die Ausstellung mit dem Titel \u201eTschaikowsky und Deutschland\u201c ist chronologisch aufgebaut. Sie beinhaltet die Materialien aus der Sammlung des Museums, unter anderem aus dem pers\u00f6nlichem Nachlass des Komponisten. 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