{"id":8555,"date":"2017-02-20T13:01:52","date_gmt":"2017-02-20T09:01:52","guid":{"rendered":"http:\/\/tschaikowsky-saal.de\/?p=8555"},"modified":"2017-07-19T23:31:38","modified_gmt":"2017-07-19T19:31:38","slug":"sonntag-7-mai-2017-17-00","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/sonntag-7-mai-2017-17-00\/","title":{"rendered":"Sonntag, 7 Mai 2017, 17:00"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-8556 alignleft\" src=\"http:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gamburg2017-1-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gamburg2017-1-212x300.jpg 212w, https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gamburg2017-1-768x1088.jpg 768w, https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gamburg2017-1-723x1024.jpg 723w\" sizes=\"auto, (max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/><\/p>\n<p>Der Akademiker D. S. Lichatschew schrieb: \u201eDie Kulturgeschichte ist die Geschichte der menschlichen Erinnerung\u2026\u201c Die Geschichte der Erinnerung an P. I. Tschaikowsky ist sein musikalisches und literarisches Erbe, das mehr als ein Jahrhundert lang bei Millionen von Menschen auf dem gesamten Planeten Gef\u00fchle der h\u00f6chsten Begeisterung und Empathie hervorbringt. Seiner k\u00fcnstlerischen Natur und pers\u00f6nlichen Einstellung nach war P.\u00a0I.\u00a0Tschaikowsky ein Sohn seines Jahrhunderts und seines Landes und verstand sich ein Leben lang als ein B\u00fcrger Russlands. Seine Liebe zur Heimat war grenzenlos. Und das trotz der allumfassenden Verehrung und Bewunderung seiner Musik sowie der begeisterten Aufnahme nicht nur in Russland, sondern auch in Europa und den USA.<\/p>\n<p>Anhand von Kopien der Originaldokumente, Fotografien, der pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nde, B\u00fccher, Tageb\u00fccher und Manuskripte, die die gegenst\u00e4ndliche und geistige Welt des Komponisten ausmachten, werden verschiedene Seiten seines Lebens, seine pers\u00f6nlichen Charakterz\u00fcge, Gewohnheiten, Meilensteine seines k\u00fcnstlerischen Weges, sein k\u00fcnstlerisches und pers\u00f6nliches Schicksal beleuchtet.I. Tschaikowsky geh\u00f6rt zu den Sch\u00f6pfern, deren Leben, nach J.\u00a0M.\u00a0Lotman, an sich schon ein Kunstwerk darstellt. Denn das Werk eines Komponisten ist ein Abbild seines realen Lebens, seiner Stimmungen und Weltauffassungen. Fast immer spiegelt sich eine Gegebenheit aus P.\u00a0I.\u00a0Tschaikowskys Biographie auch gleichzeitig in seinem k\u00fcnstlerischen Leben sowie der Geschichte des ein oder anderen Werkes wider. Nicht selten bestimmt ein biographisches Detail sogar das Grundkonzept seiner Musik. Dies ist eine Grundeigenschaft der Pers\u00f6nlichkeit von P.\u00a0I.\u00a0Tschaikowsky, die er selbst am Ende seines k\u00fcnstlerischen Lebens in einem Brief vom 14.\u00a0Januar 1891 an S.\u00a0I.\u00a0Tanejew beschrieb:<\/p>\n<p><em>\u201e\u2026 und wenn ich von irgendetwas \u00fcberzeugt bin, dann davon, dass ich in meinen Schriften<\/em><em> so bin, wie mich Gott geschaffen hat und wozu mich die Erziehung, die Umst\u00e4nde, die Eigenheiten des Jahrhunderts und des Landes, in dem ich lebe und wirke, gemacht haben. Ich bin mir selbst immer treu geblieben. Wie ich aber bin \u2013 gut oder schlecht \u2013 m\u00f6gen andere entscheiden.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u00a0\u201ePjotr Iljitsch liebte das Leben, wie es selten jemand liebt [\u2026]\u00a0 Jeder Tag hatte f\u00fcr ihn Bedeutung und es fiel ihm schwer, sich von ihm zu verabschieden, denn er wurde traurig bei dem Gedanken, dass von allem Erlebten keine Spur bleiben wird\u201c<\/em>, schrieb M.\u00a0I.\u00a0Tschaikowsky, der Bruder und erste Biograph des Komponisten. Von diesem lyrischen Gef\u00fchl \u2013 der Liebe und Bewunderung f\u00fcr alle Erkenntnisse und Erlebnisse innerhalb der russischen Wirklichkeit \u2013 sind viele seiner Meisterwerke durchdrungen.<\/p>\n<p>Insgesamt 28 von 53 Lebensjahren widmete sich Tschaikowsky dem k\u00fcnstlerischen Schaffen. Sein Erbe umfasst:<\/p>\n<p><em>440 vollst\u00e4ndige und erhaltene Werke verschiedener Genres. Darunter 11 Opern, 3 Ballette, 41 symphonische Werke, 27 Chorwerke, 119 kammermusikalische Werke, 111 Romanzen und Vokalensembles. 18 Werke sind nicht erhalten, 7 blieben unvollst\u00e4ndig und 72\u00a0 unrealisiert.<\/em><\/p>\n<p><em>Des Weiteren verfasste er 160 literarische Werke, darunter 6 musikp\u00e4dagogische Schriften, 81 Artikel und Rezensionen \u2013 Artikel f\u00fcr Periodika und Lexika inbegriffen, 26 Gedichte und 41 Literatur-\u00dcbersetzungen aus dem Franz\u00f6sischen, Italienischen und Deutschen. 3 Aufs\u00e4tze sind nicht erhalten, 4 blieben unvollst\u00e4ndig oder im Entwurfstadium.<\/em><\/p>\n<p>Riesig ist auch der epistolographische Nachlass von P.\u00a0I.\u00a0Tschaikowsky. Erhalten sind rund 6.000 Briefe des Komponisten an Verwandte, Bekannte, Freunde und Kollegen, an herausragende Pers\u00f6nlichkeiten der russischen und weltweiten Kultur sowie Mitglieder des Zarenhauses. Der Komponisten hielt es f\u00fcr seine Pflicht, auf alle ankommenden Briefe zu antworten. P.\u00a0I.\u00a0Tschaikowskys Aufgeschlossenheit und Anteilnahme gegen\u00fcber seinen Mitmenschen war frappierend. Dieser Grad an Vertrauen fand auch bei den mehr als Tausend Briefpartnern aus der Zuh\u00f6reschaft P.\u00a0I.\u00a0Tschaikowskys einen Widerhall. Sie fanden in ihm, nach eigener Aussage des Komponisten, \u201eTrost und Unterst\u00fctzung\u201c.<\/p>\n<p>Die Ausstellung ist chronologisch aufgebaut und folgt den wichtigsten Etappen des k\u00fcnstlerischen und privaten Lebens des Komponisten. Besondere Beachtung erhalten Familie und\u00a0 Vorfahren sowie die Umgebung, in der er sich als Mensch und K\u00fcnstler entwickelte. Des Weiteren sind Skizzenkopien von Kost\u00fcmen und Dekorationen, Fotografien der Erstausgaben seiner Werke, Briefe und Dokumente ausgestellt, deren Originale im Tschaikowsky-Museum in Klin aufbewahrt werden. Portr\u00e4ts des Komponisten vervollst\u00e4ndigen sein Bild und helfen den Besuchern, einen der meistgespielten Komponisten der Welt besser kennenzulernen und zu verstehen.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem erhalten die Besucher die einzigartige M\u00f6glichkeit einer Besichtigung des Komponisten-Hauses in Klin, dessen Interieur seit 120 Jahren von den Museums-Mitarbeitern f\u00fcrsorglich aufbewahrt wird.<\/p>\n<p><strong>Eintritt frei<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ausgew\u00e4hlte Momente aus Leben und Werk von P.I. Tschaikowsky. Er\u00f6ffnung der Posteraustellung des Staatlichen Tschaikowsky-Museums der Stadt Klin (Russland)<span class=\"entry-read-more\"><a href=\"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/sonntag-7-mai-2017-17-00\/\" class=\"cs-btn cs-btn-flat cs-btn-rounded cs-btn-xxs cs-btn-flat-accent\">Weiterlesen<\/a><\/span><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":8556,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_feature_clip_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":"","jetpack_publicize_message":"","jetpack_publicize_feature_enabled":true,"jetpack_social_post_already_shared":true,"jetpack_social_options":{"image_generator_settings":{"template":"highway","default_image_id":0,"font":"","enabled":false},"version":2},"jetpack_post_was_ever_published":false},"categories":[38],"tags":[],"class_list":["post-8555","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-archive"],"jetpack_publicize_connections":[],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/wp-content\/uploads\/2017\/04\/Gamburg2017-1.jpg","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p5HoJ6-2dZ","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8555","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=8555"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8555\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":8641,"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/8555\/revisions\/8641"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/8556"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=8555"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=8555"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/tschaikowsky-saal.de\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=8555"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}