La Porta Musicale Gabriele Steinfeld, Barockvioline Anke Dennert, Cembalo. Virtuose Saitensprünge. Johann Schop, Georg Ph. Telemann und Joh. Adolf Hasse

 

Hamburg war im 17. und 18. Jahrhundert eine der wichtigsten Musikstädte Europas – neben Kirchenmusik, prachtvollen Opernschaffen und aufwändiger Repräsentationsmusik blühte schon früh ein öffentliches, bürgerliches Konzertleben.

Mit Werken des Hamburger Ratsmusikers Johann Schop erklingt im Konzert virtuose Violinmusik im Stylus Fantasticus. Eine neue Kompositionsform des 17. Jahrhunderts, die in Italien ihren Ursprung nahm und von den norddeutschen Meistern zu einer vollkommenen Blüte entwickelt wurde. Aus dem umfangreichen Oeuvre von Georg Philipp Telemann haben die Künstlerinnen für das Programm Werke für Violine und Cembalo ausgewählt, die aus unterschiedlichen Schaffenszeiten stammen. Johann Adolf Hasse war im 18. Jahrhundert der berühmteste Opernkomponist Europas. In Bergedorf geboren, war er in seiner Jugend als Tenorsänger an der Hamburger Oper, wo seine Karriere ihren Anfang nahm. Seine Instrumentalwerke sind weniger bekannt. Seine Violinsonate in a-moll ist wie eine Oper „en miniature“ mit 2 mitreißenden Arien und einem Tanz zum Finale. Immer noch frisch und mitreißend wirkt diese barock Musik – auch wenn wir dieses Jahr den 350. Todestag Schops und den 250. Todestag Telemanns begehen.

Die Barockgeigerin Gabriele Steinfeld und die Cembalistin Anke Dennert sind langjährige Spezialistinnen ihrer historischen Instrumente und erfahrene Kammermusikerinnen der Alten Musik.
Nach begeistert aufgenommenen Konzerten als Duo begründeten sie 2012 LA PORTA MUSICALE. Seither gestalten die beiden Hamburgerinnen mitreißende Konzerte, die sich einerseits den Stars des 17. und 18. Jahrhunderts, aber vor allem selten zu hörenden Werken und ihren vergessenen Komponisten widmen. In originellen Programmen nehmen sie ihr Publikum mit in die Welt der höfischen Kammermusik. Diese werden durch Moderationen ergänzt, die eine vergangene Musikkultur lebendig werden lassen.
Mit Workshops (Vivaldi und Telemann) begeistern sie auch ein junges Publikum für die Schönheiten und Besonderheiten dieser liebenswerten Musik. In Benefizkonzerten öffnen sich die musikalischen Tore auch Hörern anderer Musikformate.
Das Duo widmet sich besonders dem norddeutschen und italienischen Barockrepertoire sowie Komponistinnen dieser Epochen.

Gabriele Steinfeld studierte an der Hochschule der Künste Berlin Geige bei Kolja Blacher, in Detmold bei Matthias Tacke und in Frankfurt Barockvioline bei Petra Müllejans. Nach dem Studium arbeitete die Musikerin in Rom, dem Zentrum der barocken Geigenvirtuosen mit Concerto Italiano; sowie Köln, und konzertierte dort mit Concerto Köln und Musica Antiqua Köln sowie mit anderen Ensembles.
Seit 2007 lebt sie wieder als freischaffende Musikerin in Hamburg. Sie konzertiert mit der Akademie für Alte Musik Berlin, der Hamburger Ratsmusik, Elbipolis, Capella Augustina und La Chambre Philharmonique, Paris.
Sie hat bei über 50 CDs mitgewirkt und ist regelmäßig im In-und Ausland als Solistin und Ensemblemitglied zu hören,-sowohl im Konzert als auch im Radio und Fernsehen.

Anke Dennert studierte zunächst an der Musikhochschule Hamburg Blockflöte und Cembalo. Die Begeisterung für das Cembalo und die damit verbundene, reizvolle Kammermusik machte die Tasteninstrumente zu ihrem Hauptfach. Nach Studienzeiten mit Robert Kohnen, Brüssel sowie Andreas Staier, Köln machte sie in Hamburg Konzertexamen für Cembalo und Clavichord bei Gisela Gumz. Anke Dennert ist Mitglied des Ensemble Obligat und Toutes Suites San Diego.
Die Musikerin widmet sich schwerpunktmäßig der Wiederaufführung vergessener Werke, dabei gilt ihr besonderes Interesse Werken von Komponistinnen. So erschienen Sonaten von Anna Bon di Venezia bei Aeolus. 2016 spielte sie Cembalowerke von Telemann auf dem Originalinstrument von Christian Zell (Hamburg 1728) für Genuin ein. Anke Dennert lehrt als Dozentin für historische Tasteninstrumente und Generalbass am Hamburger Konservatorium sowie bei Kursen Alter Musik.

Programm

 

Johann Schop 1590-1767     

Sine titulo

Georg Ph. Telemann 1681-1767 aus: Six Sonates à Violon seul, accompagné par le Clavessin

Frankfurt 1715

Sonata g-Moll TWV 41:g1

Adagio – Allegro – Adagio – Vivace

Joh. Schop

Als Jupiter gedacht  –  Nobelman

Georg Ph. Telemann aus: VI Ouverturen nebst zween Folgesätzen, Hamburg 1745

Nr. VI in h-Moll TWV 32:10  Ouverture  –  Pastorelle  –  Allegro

Johann A. Hasse 1699-1783

Sonate III a-moll

Allegretto – Adagio – Allegro

Pause

Georg Ph. Telemann aus: Sonate Metodiche Opera XIII, Hamburg 1728

Sonate e-Moll  TWV 41; e2

Grave – Vivace – Cunando – Vivace

Joh. Schop

Nasce la pena mia

Georg Ph. Telemann aus: Essercizii Musici, Hamburg 1739/40

Solo 1  in F-Dur   TWV 41:F4

Andante – Allegro – Siciliana – Allegro

 

Karten 15  Euro/erm. 10 Euro

Konzertkasse Gerdes / 040 – 44 02 98 / Alle Vorverkaufsstellen

per E-Mail info@tsaal.de